| Eine
arabische Lösung ist keine kluge Idee!
Bakers-Hamilton Studie kann als ein gefährliches Signal
für die Terroristen verstanden werden!
Die arabischen Länder und Iran sind nicht ein Teil des
Problems im Irak.
Sie sind das Problem.
Man muss sie in diesem Konflikt selbstverständlich involvieren,
nicht als Vermittler oder Helfer sondern als Beteiligte.
Wenn man die arabische Sprache beherrscht und sich in den
arabischen Nachbarländern umhören würde, wird man feststellen,
dass diese Länder sich mit dem Irak in Krieg befinden.
Die Rekrutierung von Terroristen in den arabischen Ländern
für den Krieg gegen Irak war bis kurzem öffentlich. Man
hat die Ermordung von irakischen Zivilisten in diesen Ländern
als Sieg gefeiert. Man ruft in Ländern wie Saudi Arabien
bis heute öffentlich zur Ermordung der Schiiten in Irak.
Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat die Schiiten
pauschal vorgeworfen, mehr Loyalität zu Iran zu haben als
zu den Ländern, in denen sie leben.
Amru Musa, der Präsident der arabischen Liga hat seinen
Landsmann dabei unterstützt und ihm Recht gegeben.
Saudi Arabien droht mit dem Einmarsch in Irak zur Unterstützung
der Sunniten. Sie meinen selbstverständlich nur solche Sunniten,
die für Al-Qaeda im Irak arbeiten.
Durch die pauschale Kriminalisierung der Kurden, Schiiten
sowie ein großes Teil der Sunniten, haben manche arabische
Ländern der Terroristen eine moralische Unterstützung gewährleistet.
Durch die Unterstützung des Terrorismus im Irak haben diese
Länder die Bürgerkrieg ähnliche Situation gestiftet. Sie
haben sich dadurch als Vermittler disqualifiziert.
Es ist kein Geheimnis, dass die Terroristen einen Bürgerkrieg
im Irak schaffen wollen. Sie töteten massenweise seit Jahren
die schiitische Bevölkerung, um sie für diesen Bürgerkrieg
zu bewegen.
Niemand hat diese Tatsache thematisiert.
Niemand hat den Mut, auf den richtigen Täter hinzuweisen
und ihn zu nennen.
Die geschaffenen blutigen Tatsachen sind keine gute Grundlage
für eine vertrauensvolle Diskussion über eine Lösung des
irakischen Problems.
Erst wenn die arabischen Länder und Iran aufhören, den
Terroristen zu unterstützen, kann eine ernsthafte Diskussion
über eine Lösung stattfinden. Sie können dies von mir aus
nur zeitlich begrenzt versuchen.
Ich wiederhole es noch einmal. Man muss selbstverständlich
mit diesen Ländern über ihre Forderungen und Bedingungen
für die Beendung des Krieges gegen Irak verhandeln.
Die arabischen Ländern sind gegenüber der politischen Lage
im Irak nicht neutral. Iran auch nicht. Sie haben sich bis
heute nicht neutral verhalten. Und sie werden sich auch
weiter nicht neutral verhalten.
Die größte Mehrheit der Iraker, nämlich die Kurden, die
Schiiten und ein großes Teil der Sunniten werden eine Beteiligung
der arabischen Länder in die Lösung der Probleme im Irak
nicht begrüßen, ja vielleicht sogar nicht akzeptieren.
Mit diesen Ländern als Beteiligte zu verhandeln kann helfen,
den Krieg gegen Irak zu beenden. Sie als Helfer oder Vermittler
zu involvieren, kann die Situation nur noch verschlimmern.
Ihre Einstellung zu den Schiiten und zu den Kurden ist feindselig.
Das ist ein Kernproblem, das die ganze Studie in Frage stellt.
Man kann uns Iraker nicht vor blutigen Tatsachen stellen
und von uns erwarten, dass wir vor den Terroristen kapitulieren
sollen. Nach dem Motto friss oder stirb.
Und übrigens, was haben wir noch zu verlieren.
Die Situation im Irak kann nicht schlimmer werden, selbst,
wenn wir einen frontalen Krieg gegen die Terroristen führen
würden.
Eine Kapitulation vor den Terroristen
ist keine kluge Idee.
Einen Taliban-Staat im Irak zu errichten, bedeutet einen
endlosen Bürgerkrieg oder eine brutale ewige Sklaverei für
die alle Iraker, Sunniten, Schiiten und Kurden.
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