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Bagdad
| Im
Irak führen alle Wege in die Hauptstadt Bagdad, die Stadt
mit einer ruhmreichen Vergangenheit.
Sie wurde von dem Abbasiten Kalif Abu Jafer AI-Mansour im
Jahre 762 n. Chr. westlich vom Tigris erbaut. Durch ihre Rundform
berühmt geworden, diente sie darauf als Modell für
die Stadtplanung und wurde bald zu einem der grössten
Zentren der menschlichen Zivilisation.
Sehr schnell breitete sich die Stadt auch über das Ostufer
des Flusses aus und entwickelte sich unter Haroun Al-Rashid
in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts zu voller Blüte.
Fast fünf Jahrhunderte lang trug sie ihre Paläste,
öffentliche Gebäude, Moscheen, Bäder, Märkte,
Gärten zur Schau, die sie berühmt und legendär
machten.
Sie dehnt sich auf mehr als
850 Quadratkilometer aus. Der Tigris teilt sie in zwei Teile,
Rusafa und Karkh, die durch mehrere Brücken miteinander
verbunden sind. Die bedeutendste Strasse in Rusafa ist die
Rashid-Strasse, die Hauptstrasse von Bagdad, die vom Nordtor
bis zum Südtor der Stadt verläuft. Das ist noch
immer das wichtigste Handelszentrum von Bagdad mit Läden
und Geschäften, die sich in endloser Reihe zu beiden
Seiten der Strasse hinziehen.
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Khan Murjan

Maskuff
Traditionelle Art der Fischgrillen in Irak |
Parallel dazu läuft
die unlängst erbaute Kalif-Strasse. in der sich mehrere
historische Moscheen und Kirchen, sowie einige Staatseinrichtungen
befinden. In der Sadoun-Strasse. die vom Platz der Freiheit
bis zur Region Masbah führt, befinden sich die meisten
Hotels der Luxus- und der A-Kategorie. Kinos, Büros von
Luftfahrtgesellschaften, Reiseagenturen und mehrere Ämter,
wie die Staatsorganisation für Tourismus. Fast parallel
zu dieser Strasse verläuft die Abu-Nuwas-Strasse, die
den Fluss säumt und von der Jumhouriya-Brücke bis
zur Hängebrücke des 14.Juli führt.
In Karkh, im Westen der Stadt, verläuft die Damaskus-Strasse
vom Damaskus Platz bis zur Flughafenstrasse. Hier finden Sie
den Hauplbahnhof. den Zawra-Park und das grosse Gelände
der Internationalen Bagdad Messe.
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Das Tor der Almustanseria Universität
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Bagdad ist eine herrliche
Mischung aus Alt und Neu. Hochhäuser überragen oft
uralte Basare unter Arkaden, die mit den verschiedensten,
fantastischen Dingen gefüllt sind. Das bunte Durcheinander
der Farben, Rassen, Volkstrachten und Sitten verleiht der
Stadt Vitalität. Europäische Kleidung sieht man
neben nationalen arabischen Gewändern, Blue Jeans neben
der schmucken kurdischen Kleidung.
Als Abu Jaafar Al-Mansour
762n. Chr. Bagdad erbaute, war die Stadt rund und wurde zu
Verteidigungszwecken von einer Stadtmauer und vier im Winkel
von 90 grad zueinander stehenden Stadttoren bewacht. Die wichtigsten
Verwaltungs- und Kultgebäude lagen, für jedermann
leicht zugänglich, im Zentrum. Wenn die Hauptstadt 836
n. Chr. auch zugunsten Samarras verlassen wurde, kehrten die
Abbasiden 892 n. Chr. doch hierher zurück, und die Stadt
breitete sich im weiteren Verlauf auf beiden Flussufern aus.
Als erster Kalife baute Al-Mustarshid Billah, 1118—1135n.Chr.
eine Stadtmauer auf der Ostseite der Stadt (Rusafa), die bis
ins späte 19. Jahrhundert erhalten blieb.
Die östliche Mauer war
aus Ziegeln gebaut, sehr wehrhaft, mit verschiedenen Wachtürmen
versehen und durch einen tiefen Graben mit dem Tigris verbunden.
Die Haupttore waren das Mu'adham oder Nordtor, das AL Jaaferia—
oder Wastanitor, das Halaba — oder Talismantor und das
Basaliyator.
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Palestine Hotel

Bab Al Wastani
in AL Jaaferia
Das einzige heute noch erhaltene
Tor
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Das einzige heute noch
erhaltene Tor ist das Bab Al Wastani in AL Jaaferia gar nicht
weit vom Grab des Omar Zahrawardi in unmittelbarer Nähe
der Scheich Omar-Strasse. Es ist ein zylinderförmiger
Turm mit einem Grundumfang von 56m, 14,5m hoch und wird durch
eine achteckige Kuppel abgeschlossen. Auf der Nordwestseite
öffnet sich ein 3m breites Portal auf eine Brücke
über den Graben. An der Südwestseite des Turms ist
ein Tor, das auf eine noch größere und höhere
Brücke über den Graben führt.
Im Laufe ausgedehnter, von
der Regierung in Auftrag gegebener Bauarbeiten stiessen Arbeiter
an der Schnellstrasse in der Nähe des Südtors auf
Reste, die sich als Bruchstücke vom Hala-ba- oder Talismantor
herausstellten, das 1917 von den Osmanen zerstört worden
war.
Die letzte Renovierung hatte
sieben Jahrhunderte früher, im Jahr 1221 stattgefunden.
Es wurde jetzt sorgfältig restauriert und gehört
in eine Reihe mit den anderen Denkmälern, die einen Teil
der Geschichte Bagdads erzählen.
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