iraqi cartoons

 

The Reality of Culture & Media in Iraq after April 9, 2003.

Report of: Writers without Borders

Bagdad Historische Umgebung

 

Als eine der Stätten der alten mesopotamisehen Zivilisation aus akkadischer Zeit und der dritten Dynastie von Ur, um 1850 v. Chr. wurde die Stadt Verwaltungszentrum des Ashnunna-Königreichs.

Zahlreiche Tontafeln mit ganz unterschiedlicher Thematik wurden hier ausgegraben, darunter auch die Ashnunna-Gesetze, die etwa zweihundert Jahre vor dem Hammurabi-Kodex entstanden. Hier gab es auch die erste Akademie der Wissenschaften der Welt, die sich in der Hauptsache mit Mathematik befaßte. Tafeln mit um­fassenden mathematischen Tabellen und Theoremen wurden ent­deckt, einschließlich des Euklidschen Lehrsatzes mit seiner geo­metrischen Losung, womit Euklid um etwa 1.700 Jahre vorweg­genommen war.

 

 

Eine alte Stadt, etwa 30km nordwestlich von Bagdad. Nach sumerisch-babylonischem Grundriss im 15. Jahrhundert v. Chr. von König Kurigalzu auf einer länglichen Kalksteinformation erbaut. Wasser kam von einem grossen Fluss (der vom Euphrat abzweigte), den die Babylonier Bitty inlil nannten: es war der Kanal des Gottes Inlil, eines der grössten Götter des alten mesopotamischen Götter­himmels. In arabischer Zeit hiess dieser Fluss Isa.
Beherrschend über der Ebene steht die teilweise zerstörte, 57 m hohe Zikkurat der Stadt mit ihren Grundrissmassen von 69 x 67m.

 


ZIKKURAT VON AGARGOUF

Übriggeblieben ist nur der untere Teil, der durch eine äussere Ziegelmauer verstärkt ist; der innere Kern aus Schlammziegeln ragt hoch darüber hinaus. Um den Bau zusammenzuhalten, wurden Matten und Seile verwendet, und zwar in jeder achten oder neunten Reihe, was gleichzeitig ein guter Schutz gegen Grundwasser und Feuchtigkeit war. Die erste Etage hatte drei Treppen in der Mitte und zwei auf den Seiten.


Andere sehenswerte Reste in diesem Gebiet sind mehrere Paläste, Tempel und Wohnviertel. Es gibt Anzeichen, dass die Stadt in die spätere babylonische Zeit und teilweise sogar in islamischer Zeit besiedelt war.
Der Fremdenverkehrsverband hat hier ein Informationsbüro und ein Rasthaus mit einer grossen Gartenanlage eingerichtet.

 

 

CTESIPHON (AL-MADA' IN)

Eine historisch wichtige Stadt am Ost-Ufer des Tigris 30km südlich von Bagdad. Ursprünglich datiert sie vom 2. vorchristlichen Jahrhundert, aber unter den zahlreichen Ruinen steht ein legendärer Bogen aus der Mitte des dritten nachchristlichen Jahrhunderts. Es handelt sich um einen aus Ziegelsteinen gebauten Bogen mit der grössten Spannweite der Welt: sein Bau muss seinerzeit ein Wunder­werk architektonischer Planung gewesen sein. Stilistisch ein Nach­fahre der alten mesopotamischen Baukunst, verkörperte er eine kunstvolle Entwicklung von Tempeln und Palästen des 3. Jahrtausends v. Chr., als die Vorderseite grosser Gebäude aus grossen Hallen bestand, die von hohen Bögen überragt wurden — wie man das an den Eingängen zu assyrischen Städten deutlich sieht.
Der Ewan war die arabische Erweiterung dieses Stils. Im arabischen Hatra war der Ewan-Typ bekannt.

 

Ausgrabungen in dem von Sanatruq I. (165 - 190) erbauten Tempel haben gezeigt, daß der Ewan von Ctesiphon eine getreue Nachbildung des Originals von Hatra war.
Der Bogen ist jetzt 37 m hoch und misst 25,5 m zwischen der rechten und der linken Mauer. Seine Tiefe beträgt 48 m. Der untere Teil der Mauer ist 7 m stark.
Einen kleinen Spaziergang weit entfernt liegt ein Heimatmuseum, das detaillierte Informationen erteilt. Es ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

In der Stadt ist auch der Schrein von Salman Al-Farisi, einem der Begleiter des Propheten.
Abgesehen von einem Informationszentrum hat der Staatliche Fremdenverkehrsverband in der Nähe des Bogcns ein Zelt aus Ziegenfell in einer grünen Umgebung errichtet, das im arabischen Stil mit handgewebten Teppichen und Kissen aus diesem Gebiet ausgestattet ist und Besucher zum Ausruhen und einer Tasse Kaffee einlädt. Es ist ein Beduinenzelt, wie es der Besucher wahrscheinlich antreffen würde, wenn er in den Wüstenteilen des Landes reiste.

 

 

 


schrifttafeln mit mathematiktexten dhibai

 

Der Staatliche Fremden Verkehrs verband hat in der Nähe gut möblierte Besucherappartements eingerichtet mit Garten, Cafeteria und Swimmingpool.

 

 

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