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Babylon
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Babylon liegt 90 km südlich
von Bagdad, etwa 10 km nördlich von Hilleh. Die Strasse
nach Babylon zweigt von der Hauptstrasse Bagdad - Hilleh ab.
Als legendäre Stadt des Altertums,
berühmt durch ihren Reichtum und ihre Pracht, spielt
Babylon eine bedeutende Rolle sowohl in der Bibel als auch
in den Reisebeschreibungen und den historischen Schriften.
Seine Mauern und seine Hängenden Gärten waren eines
der Sieben Weltwunder des Altertums.
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Die Ruinen von Babylon
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In akkadischer Zeit, etwa 2350 v. Chr., war
Babylon ein kleines Dorf, das im Laufe von fünf oder
sechs Jahrhunderten, vor allem während der Herrschaft
der III. Dynastie, an Grosse und Bedeutung zunahm, bis es
die Hauptstadt des berühmten Königs, Gesetzgebers
und Sozialreformers Hammurabi (1792 - 1750 v.Chr.) wurde.
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In den folgenden rund tausend Jahren war es Zeuge des Aufstiegs
anderer mesopotamischer Städte, die es an Macht und Einfluss
übertrafen, bis es im Zweiten Chaldäerreich (625.-538
v. Chr.) als Hauptstadt eines mächtigen und reichen Landes
eine neue Blütezeit erlebte. König Nebuhadnezar
(605-563 v. Chr.) liess es nach einem neuen Plan wieder aufbauen,
wobei besonderer Wert auf die Befestigungsanlagen gelegt wurde.
Babylon wurde so zur grössten und schönsten Stadt
seiner Zeit.
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| Nebuhadnezars
Südlicher Palast (190 x 300 Meter) liegt westlich dieser
Hauptstrasse. Die Anglage bestand aus fünf Höfen,
die von Sälen und einer Vielzahl von Gemächern umgeben
war, zu denen auch der Thronsaal (52 x 25 Meter) gehörte.
Die Hängenden Gärten von denen noch Überreste
erhalten sind, bildeten einen Teil dieses Palasts.
Von Norden nach Süden floss der Euphrat
durch Babylon, das von einem Graben und einer doppelten Mauer
umschlossen war: die äussere Mauer war 16km, die innere
8km lang. Breite, gerade Strassen kreuzten einander, alle
mit Ziegeln und Bitumen gepflastert. Die bedeutendste war
die Prozessionsstrasse, die durch das Ishtar-Tor führte
und am Stufenturm endete. Überreste dieser Strasse mit
ihrem Bitumenbelag sind noch heute zu sehen.
östlich der Prozessionsstrasse befinden
sich der nunmehr rekonstruierte Nin Makh-Tempel und im norden
die Überreste des Hauptpalastes mit dem Löwen von
Babylon. Zu erwähnen ist, dass viele Überreste unter
Schichten späterer Bauten liegen, da die Stadt weiterhin
bewohnt war, oder vom Euphrat so stark überschwemmt waren,
dass es fast unmöglich ist, sie wieder aufzufinden.
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Prozessionstrasse in Babylon
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Am Ishtar-Tor, in einer Senke unweit der
Prozessionsstrasse, ist noch heute ein Teil der Verzierungen
in Gestalt von Stieren, dem Symbol des Sturmgottes Adad, und
Drachen, dem Symbol des höchsten Gottes Marduk, erhalten.
Der Drache ist hier ein Phantasiewesen mit den körperlichen
Attributen von Schlange, Löwe und Adler
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Der Löwe von Bybylon
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Ishtars-Ton in Babylon
Orginal zum größten
Teil in Berlin
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Diese Ziegelreliefs sind
nicht glasiert, während die schönen Emailziegel
frisch mit Stieren, Drachen und Löwen (dem Symbol der
Göttin Ishtar), die das Tor, den Palast und die Prozessionsstrasse
schmückten, von der deutschen Expedition, die vor dem
Ersten Weltkrieg in Babylon Ausgrabungen durchführte,
sämtlich nach Berlin geschafft worden sind.
Der Löwe von Babylon, aus Basalt gemeisselt, gemahnt
daran, dass der Löwe das Symbol der Göttin Ishtar
war. Der Rücken der Löwcnskulptur weist Markierungen
auf, die vermuten lassen, dass er einen kostbaren Sattel tragen
sollte, auf dem Ishtar stehen würde.
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Südlich der Prozessionsstrasse befindet
sich ein grösserer Tempel, der Esagilii (»das erhabene
Haus«), der zur Stätte des Turms von Babylon hinüberführt,
der sich auf einer quadratischen Plattform mit einer Seintenlänge
von gleichfalls 91 Metern in sieben Stufen bis zu einer Höhe
von 91 Metern erhob. Die Strasse verläuft geradeaus bis
zur Euphrat-Brücke, die auf neun Meter dicken Pfeilern
ruhte.
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Amphie Theater in Babylon
Erbaut zur Zeit von
Alexander der Große
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In diesem Gebiet befindet sich auch der
freigelegte Nabushkari-Tempel mit Wandmalereien, der Grösste
Tempel seiner Zeit.
Wenn der Besucher die Bahnlinie zur Stadt überquert,
sieht er eine Anhöhe, die ursprunglich 18 Meter hoch
war, mit einem darauf erbauten Palast, den die Archäologen
Nebuhadnezars Sornrnerpalast nennen. In den oberen Teilen
der hinteren Wände befinden sich Belüflungsöffnungen
für die Innenräume und Hallen des Palastes.
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Die Regierung Saddam
Hussain beschloss 1978 ein Projekt zu seiner (Erneuerung!!),
und seither sind bei intensiven Ausgrabungen viele neue Entdeckungen
gemacht worden. So wurden der an die heilige Mauer des Turms
stossende südliche Teil der Prozcssionsstrasse und zahlreiche
Wohnhäuser in der Umgebung des Ishtar-Tempels und an
anderen Stellen freigelegt.
Eine Reihe von Bauten wurden (rekonstruiert!!),
so etwa Teile des Ishtar-Tores, der Südliche Palast Nebukadnezars,
der Ishtar- und der Nabushkari-Ternpet, das griechische Amphitheater
und einige für Babylon typische Häuser.
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