iraqi cartoons

 

The Reality of Culture & Media in Iraq after April 9, 2003.

Report of: Writers without Borders

 

Uruk

Eine der berühmtesten sumerischen Städten des vorgeschichtlichen Irak, die seit 4000 v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert. n. Chr. ununterbrochen bewohnt war. Uruk hatte eine große Rolle während dieser langen Periode in der irakischen Kultur gespielt.
Sie liegt etwa 30 km östlich von Samawa entfernt, lag ehemals an einem Arm des Euphrat, bevor dieser seinen Lauf soweit verlagerte, dass er nun fast 12km von dort vorüberfließt. Uruk war eine Stadt, die Bedeutsames auf dem Gebiet der Religion und Wissenschaft leistete. Das bezeugen auch Tausende von Tontafeln, die in der Stadt gefunden wurden und bis zu den Anfängen der Schrift - vor etwa 5000 Jahren - an deren Erfindung Uruk Bedeutenden Anteil hatte, zurückreichen.

 

Die Stadt war auch der Mittelpunkt des Kultes der Göttin Inanna bzw. Ischtar, die durch den Venusstern symbolisiert wurde. Bei den Griechen und Römer war Janna Aphrodite bzw. Venus, die genau dieselben Eigenschaften wie Inanna hatten.


Uruk ist berühmt für seine Stadtmauer, die wie die Keilschrifttexte bestätigen, vor 4700 Jahren von sumerischen König Gilgamesh. dem Helden des nach ihm benannten Epos, erbaut wurde. Spuren seiner runden, etwa 9.5km langen Stadtmauer, sind noch heute sichtbar.
Zu den bedeutendsten Überresten der Stadt zählt die der Göttin Inanna-Ischtar geweihte Zikkurrat, die sich auf einer quadratischen Plattform (60 x 60) 16m in die Höhe erhebt und 4000 Jahre zurück in die Zeit des Herrschers Ur-Nammu reicht. In der Nähe sind die Ruinen eines Tempels, an dem es Wandverzierungen aus Tausenden von farbigen Zapfen aus Ton gab.


Ein weiteres Ruinen heiligt u m ist der dem Himmelgott Anu geweihte Tempel, der vor etwa 5000 Jahren aus Lehmziegeln erbaut wurde. In der Nähe ist ein zweiter. Anu und seiner Gemahlin Anu-Antitn geweihter Tempel, der etwas jüngeren Datums ist und vor etwa 2200 Jahren zur Zeit der Seleukiden errichtet wurde.
Ein Bauwerk noch jüngeren Datums ist ein aus Ziegeln errichteter Tempel, dessen Fassade mit Bögen und Säulen sowie dekorativem Ziegelwerk mit Tieren und geometrischen Formen geschmückt ist. Es entstand um 110 n.Chr.


Stadt Ur

Wie Ausgrabungen beweisen, war Urdie führende Stadt unter den vorgeschichtlichen sumerischen Städten Mesopotamiens. Die Frühesten Wohnstätten reichen etwa 6000 Jahre zurück, anschließend errang die Stadt Bedeutung mit der Entwicklung der Dynastien, vor 4800 — 4300 Jahren, und erlebte ihre Blütezeit während der 3. Dynastie von Ur vor über 4000 Jahren. Obwohl die politische Führung später nach anderen babylonischen und assyrischen Zentren verlegt wurde, gelang es der Stadt doch, ihre Bedeutung zu bewahren, und die Könige betreuten ihre Tempel und Einrichtungen auch weiterhin liebevoll.
Die Wahrzeichen der Stadt liegen innerhalb eines ausgedehnten Areals, dessen besiedelter Teil 1200 x 700m rnass. Es wurde von einer fast elliptischen Mauer aus Lehmziegeln umschlossen. Das bedeutendste Bauwerk war die heilige Pyramide, die aus allen bedeutenden Tempeln bestand, einschließlich der prachtvollen Zikkurrat in drei Terrassen, die vorn Begründer der 3. Dynastie von Ur (2124 — 2107 v.Chr.) erbaut wurde. Die untere Terrasse mass 62.5 x 43 m. die dritte Terrasse 20 x 11 m. Das gesamte Bauwerk war 17,25m hoch.
Der Lieblingsgott der Stadt Ur war Sin-(oder Nannar), der Mondgott. Seun Heiligtum wurde in der Nähe der Zikkurrat errichtet.


Ein weiteres berühmtes Gebäude ist der Palast des Königs Shulgi, eines Sohnes des Ur-Nammu, im südlichen Teil des Heiligen Bezirkes gelegen. Es hatte einen quadratischen Grundriss. 55 x 55m, und wurde gewöhnlich Berghaus genannt.


Östlich des Heiligen Bezirkes erstreckt sich eine ausgedehnte Senke eine ehemals grosse Nekropole, die in die Zeit der 3. Dynastie vor 4500 Jahren zurückreicht. Diese Nekropole enthielt etwa zweilausend Gräber, die einen wahren Schatz an seltenen Gegenständen enthüllten und die Ausstellungsräume vieler Museen, wie z. B. des Irakischen Museums in Bagdad, des Nasiriya Museums, der Britischen Museums, des Pennsylvania Museums usw. bereicherten. Zu diesen Gegenständen gehören Musikinstrumente (z.B. die »Lyra von Ur«), Gold- und Silber Verzierungen und kostbarer Schmuck. Gleich daneben befand sich der alte Friedhof der Könige und Prinzen der 3. Dynastie von Ur, dessen Besonderheit schräge Dächer waren. Unweit davon kann man durch ein ehemals besiedeltes Viertel schlendern, das in die altbabylonische Zeit zurückreicht.



 

Rekonstruktion eines Zikkurats

 

 

 

 

 

Goldenes Helm

des Königs

Mes-Kalam-Dug-Ur

( 2450 v. CH.)

 

 

 

Goldenes Diadem

Ur - 300 v. CH:

 

 

 

 

Vovit Vase

Uruk ( 3000 v. CH.)

 

 

 

 

 

Zikkurat - Ur

 

 

 

Dekorierte Steingefäss
Ur ( 3000 v.CH: )

 

 

 

 

 

Statue aus Nippur

 

 

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